75th Anniversary
Die UEF ist seit über 65 Jahren auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene aktiv. Gegründet wurde Sie kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in dem Glauben, dass nur eine Europäische Föderation, basierend auf dem Grundsatz „Vereint in Vielfalt“, die Teilung des Europäischen Kontinents, die während der zwei Weltkriege so viel Leid und Zerstörung gebracht hatte, überwinden kann. Folglich galt für die Föderalisten, dass nur eine gemeinsame Anstrengung europäischer Bürger in Hinblick auf dieses Ziel zur Schaffung eines friedlichen und demokratischen Europas führen würde und allein dies die Freiheit und den Schutz der Menschenrechte garantieren kann.
Gründung und Definierung der Grundprinzipien (1946-1949)
Am 15./16 Dezember 1946 wurde die UEF offiziell mit dem Ziel, sämtliche europapolitische  Bewegungen unter einem Dach zu vereinen und deren Aktivitäten zu koordinieren, gegründet. Ihre Grundstruktur sollte hierbei stets föderalistisch ausgerichtet sein.

Von der Kampagne für einen Europäischen Föderalistischen Pakt hin zur politischen Gemeinschaft Europas (1950-1954)
Nach Verabschiedung ihrer Satzung, setzte sich die UEF für den Europäischen Föderalistischen Pakt ein. Dieser enthielt unteranderem einen Ansatz, in dem die beratende parlamentarische Versammlung des Europarates zur verfassungsgebenden Versammlung werden sollte. Eine Petition, unterschrieben von tausenden von europäischen Bürgern, diente hierbei als Grundlage. Nebenbei trat die UEF für den Aufbau einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und die Schaffung einer politischen Gemeinschaft ein.

Die Aufspaltung der Föderalisten in zwei Lager im Vorfeld der Römischen Verträge (1955-1963)
Nach dem Scheitern der europäischen Verteidigungsgemeinschaft herrschte extreme Uneinigkeit unter den Föderalisten über das weitere Vorgehen der UEF. Unter der Führung von Altiero Spinelli (1907-1986) bevorzugte ein Teil den verfassungsgebenden Ansatz, wohin gegen der andere eher Schritt für Schritt die europäische Einigung vorantreiben wollte. Dieser interne Konflikt führte zu einer Spaltung der UEF im Julie 1956, aus der im Wesentlichen zwei Organisationen hervor gingen. Die Bewegung der europäischen Föderalisten (MFE) wurde durch militante Mitglieder gegründet, welche Anhänger der verfassungsgebenden Methode waren. Die anderen schlossen sich in der Aktion europäischer Föderalisten (AEF) zusammen.

Der Kampf um direkte Wahlen zum Europäischen Parlament und die Wiederbelebung  der UEF (1964-1973)
Mit der Schaffung der Zollunion und in Aussicht der Entwicklung einer Wirtschafts- und Währungsunion kamen die beiden föderalistischen Organisationen überein, dass es in ihrem ureigenen Interesse sei, ihre Kräfte wieder zu bündeln und gemeinsame Aktionen zwecks der Etablierung von direkten Wahlen zum Europäischen Parlament, zu planen. Die Idee, vorgetragen von italienischen Föderalisten, das Europa Parlament zukünftig direkt wählen zulassen, wurde recht schnell zum grundlegenden Denkansatz derer, die sich im April 1973 trafen, um die UEF wieder ins Leben zu rufen.

Die Zeit der Demonstrationen (1974-1986)
Die wichtigsten Aktionen in den darauf folgenden Jahren waren viele öffentlich vorgetragene Demonstrationen, die eine große Anzahl an Menschen in ihren Bann zogen. Unter ihnen war sicherlich die in Mailand stattfindende Demonstration mit ungefähr 100 000 Teilnehmern die spektakulärste.  Sie fand in Hinblick auf das Treffen des Europäischen Rates vom 28. und 29. Juni 1985 statt, bei dem sich eine Mehrheit der Staats- und Regierungschefs für die Einsetzung einer Regierungskonferenz zwecks Überarbeitung der Gemeinschaftsverträge entschied, und war die größte ihrer Art in der Geschichte der UEF.

Der Kampf um die Europäische Verfassung (1997-2006)
Den Fall der Berliner Mauer, das Ende des Kalten Krieges, die Deutsche Wiedervereinigung, sowie die Ratifizierung des Maastrichter Vertrages  nahm die UEF zum Anlass einen Aufruf für mehr Demokratie in Europa zu starten. Dieser enthielt unteranderem die Forderung nach der Aufhebung der Grenzkontrollen zwischen den europäischen Ländern, sowie der Stärkung des Europäischen Parlamentes und der Europäischen Kommission. Weitere Forderungen waren die Ausweitung des Mehrheitsprinzips bei politischen Entscheidungen, die Abschaffung des Monopols der Regierungen über die Einsetzung von konstituierenden Gremien, als auch die Mahnung das Vertiefung und Erweiterung der Europäischen Union stets parallel zu einander verlaufen müssen. Die bedeutendste Kampagne in der Geschichte der UEF im zurückliegenden Jahrzehnt war die für eine föderale europäische Verfassung in Nizza, an der 10 000 von Menschen teilnahmen, unter ihnen hunderte von lokalen Beamten.

Time for a federal union (2009-present)
Federalists campaigned to support the Lisbon Treaty until its ratification in 2009. At the same time, the economic and financial crisis that Europe has faced since 2008 has intensified, and has worsened European citizens’ lives. Only a more united Europe will allow us to overcome the situation. In this regard, in 2012, Andrew Duff (President of the UEF), Pauline Gessant (President of the JEF) and Jo Leinen (president of the European Movement) called on the European Parliament to use its powers under Article 48(2) of the Treaty on European Union to initiate the formation of a fiscal union in which national debt is issued in the form of Eurobonds, backed by mutual guarantee of the eurozone states.
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